PRESSEMITTEILUNG
Kaufbeuren, 26.08.2026 – Schildbürgerstreich statt Haushaltskonsolidierung: Kritik an teurem Kneippbecken auf wertvollem Innenstadtareal
Trotz einer massiven Haushaltskrise verplanen Oberbürgermeister
und Stadtratsmehrheit wertvolle innerstädtische Grundstücke und blockieren sie
mit unrentablen Nutzungen. Vor dieser unverantwortlichen Politik, die
Kaufbeuren weiter in die Handlungsunfähigkeit treiben wird, warnt das Bündnis
Zukunft Kaufbeuren (BZKf) anlässlich der jüngsten Eröffnung eines neuen
Kneippbeckens auf dem Areal des vor wenigen Jahren abgerissenen Gebäudes „Altes
Bad“, das sich im Eigentum der Stadt befand.
Um die Finanznot Kaufbeurens zu überwinden und dringend benötigte
Investitionen, wie den Bau der Wertachbrücke in der Neugablonzer Straße stemmen
zu können, müsste der Stadtrat aktuell auch städtische Grundstücke gewinnbringend
für Wohnen und Gewerbe aktivieren. Das zusammenhängende Areal des ehemaligen
Eisstadions und der an den Berliner Platz und die Johannes-Haag-Straße angrenzenden
städtischen Grundstücke mit einer Fläche von rund 10.000 Quadratmetern hätte
sich ideal für ein hochwertiges Wohnbauprojekt in unmittelbarer Altstadtnähe
geeignet.
„Die Stadt hätte ihre Grundstücke in dieser Bestlage gewinnbringend
an einen Wohnbauinvestor verkaufen können“, kritisiert Stadtrat Dr. Thomas
Jahn, Vorsitzender des Bündnis Zukunft Kaufbeuren. „Ein solcher Verkauf war vor
10 Jahren auch Bestandteil des Finanzierungskonzepts für den damaligen Bau des
neuen Eisstadions und damit auch ein wichtiger Beitrag zum Ausgleich des
aktuell jährlichen Defizits von rund 1,8 Millionen Euro für den Betrieb des
Eisstadions.“
Die nun stattdessen dort aufgestellten Spielgeräte und ein
Kneipp-Becken könnten anderenorts viel besser und günstiger realisiert werden.
Wertvolle und knappe innerstädtische Grundstücksflächen werden so nutzlos verschwendet.
„Es ist unverständlich, dass in einer Haushaltsnotlage, in der
jeder Euro zweimal umgedreht werden muss, wertvollste innerstädtische
Grundstücke nicht für den Wohnungsbau genutzt werden“, so Jahn weiter. „Ein Kneippbecken
hätte auch an vielen anderen Stellen im Jordanpark und seiner Umgebung sehr
viel günstiger und besser realisiert werden können.“
Ein Armutszeugnis ist auch, dass die von dem CSU-Abgeordneten
Peter Wachler „beschaffte“ Finanzierung über Haushaltsreserven des Freistaats
Bayern als großer Wurf gefeiert wird. Das letzte, was das wirtschaftsschwache
Kaufbeuren gebraucht hat, ist ein falsch geplantes, sündhaft teures Kneippbecken
für 230.000 Euro, das auch wegen der an dieser Stelle fehlenden Wasserqualität schon
vielfach in der Öffentlichkeit kritisiert wird.
Wachler und der Stadtführung geht es offenbar nur darum,
medienwirksame Showeffekte zu erzielen. Nachhaltige Projekte für die Stadt
können sie bislang nicht vorweisen.
„Kaufbeuren braucht keine teuren Schildbürgerstreiche, sondern
eine Rückkehr zu solider Finanzpolitik und zu einer vernünftigen Stadtplanung,“
so Jahn abschließend.
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