Freitag, 24. Mai 2013

Durchbruch geschafft. Zukunft des Eissports in Kaufbeuren ist gesichert


Wir drucken eine Pressemitteilung der Stadt Kaufbeuren vom 24.05.2013 ab:

Die erforderlichen Sicherungsarbeiten am Eissportstadion beginnen am kommenden Montag. Der ESVK befindet sich auch ohne Eigentumsrecht am Eissportstadion nach aktueller Prognose in wirtschaftlich sicherem Fahrwasser.

Auf Grundlage einer seit gestern vorliegenden positiven Fortführungsprognose für den ESVK -auch ohne das Stadion im Bilanzvermögen- ist die Zukunft des Traditionsvereins gesichert. Wochen mit intensiver Arbeit liegen hinter den Verantwortlichem im Verein.

Letztlich führte die große Unterstützung von Seiten Fans, Sponsoren, Sparkasse Kaufbeuren, der Stadt Kaufbeuren und ein hoher persönlicher Einsatz der drei geschäftsführenden Vorstände, auch in finanzieller Hinsicht, zu diesem positiven Ergebnis. Das verkündeten heute im Rahmen eines Pressegespräches Oberbürgermeister Stefan Bosse sowie die ESVK-Vorstände Kurt Dollhofer und Karl-Heinz Kielhorn.

Am Montag beginnen nun die Bauarbeiten am Stadion, um dort im Jahresverlauf den Spielbetrieb wieder aufnehmen zu können. Zunächst werden die Banden und die ersten Stufenreihen abmontiert. In der Folge sollen stützende Bohrpfähle eingebaut werden. Parallel werden weitere Arbeiten ausgeschrieben und vergeben, mit dem Ziel ab August wieder eine Eisfläche zur Verfügung stellen zu können. Bereits im September diesen Jahres soll dann der Spielbetrieb wieder möglich sein. Nach den aktuellen Maßgaben können dann ca. 2600 Zuschauer die Spiele der verschiedenen Mannschaften des ESVK verfolgen. Der Zeitplan für die Erreichung dieser Ziele ist ergeizig aber machbar. Deshalb arbeiten alle Akteure mit Hochdruck an der Verwirklichung. Die Stadt Kaufbeuren investiert dazu heuer voraussichtlich rund eine Mio. Euro. in die Sicherungsarbeiten und übernimmt das Stadion für einen symbolischen Euro vom Verein. Zusätzlich stellt die Stadt Kaufbeuren 220.000 Euro dem Verein als zinsloses Darlehen zur Verfügung. Wichtig war OB Bosse in diesem Zusammenhang, dass diese Unterstützungsmaßnahmen für den ESVK einstimmig vom Stadtrat beschlossen worden sind.

Die geplanten Sicherungsarbeiten ermöglichen eine Restnutzungszeit der Sportstätte bis Juni 2017. Aus diesem Grund prüft die Stadtverwaltung gleichzeitig mögliche Alternativen für den Eissport in Kaufbeuren. Diese können die Generalsanierung des Stadions am Berliner Platz oder der Neubau eines Stadions an anderer Stelle im Stadtgebiet sein. Alle notwendigen Grundlagen und Informationen für diese Entscheidung sind voraussichtlich im Jahr 2014 ermittelt. Der erklärte Wille des Kaufbeurer Stadtrates ist es dabei über ein sogenanntes Ratsbegehren die Kaufbeurer Bürger direkt über die vom Stadtrat bevorzugte Variante abstimmen zu lassen.

Vorstandsmitglied Kurt Dollhofer sprach in seiner Stellungnahme von einer Zeit mit „heißen und kalten Schauern“ über einige Wochen aufgrund fast täglich wechselnder Vorzeichen. Besonderen Dank sprach Dollhofer Oberbürgermeister und Stadtrat aus. Der ESVK ist laut Dollhofer der größte Nachwuchsverein in Deutschland. „Für knapp 400 Kinder im Nachwuchsbereich des ESVK sind dies heute ausgezeichnete Nachrichten.“
Vorstand Karl-Heinz Kielhorn brachte in seiner ersten Reaktion zum Ausdruck, wie wichtig dieser Durchbruch auch für die Angestellten im Verein ist. Der Verein kann damit auch künftig nicht nur seinem sportlichen Anspruch, sondern auch seiner sozialen Verantwortung als Arbeitgeber gerecht werden. Dies gilt für Mannschaft, Betreuer, Mitarbeiter in der Geschäftsstelle und nicht zuletzt die Eismeister. Kielhorn dankte für die einmalige Zusammenarbeit in dieser Ausnahmesituation insbesondere den Sponsoren, die mit nur einer Ausnahme ihr Engagment in vollem Umfang aufrecht erhielten.

Abschließend dankte Oberbürgermeister Bosse auch dem verhinderten Vorstandmitglied Settele, der „ebenfalls wie ein Löwe für den Erhalt seines Vereines gekämpft hat.“ Andreas Settele und der sportliche Leiter Dieter Hegen können nun wieder verstärkt an der sportlichen Zukunft des ESVK arbeiten.